Pandemie hat Psychische Gesundheit junger Menschen nachhaltig belastet
„Der Anteil der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die psychisch stark belastet oder erkrankt sind, liegt derzeit noch immer über dem Vor-Corona-Niveau.“ Dies machte Sabine Maur, Präsidentin der Landespsychotherapeutenkammer Rheinland-Pfalz, in einem Interview mit der Allgemeinen Zeitung deutlich. Basierend auf dem Gespräch ist am 2. April 2025 ein Artikel über die psychischen Folgen der Pandemie auf junge Menschen erschienen.
Die Corona-Zeit und die damit verbundenen Einschränkungen trafen die junge Generation besonders hart. Ausgerechnet in der Lebensphase, in der wichtige Entwicklungsaufgaben stattfinden sollten, wie beispielsweise berufliche Orientierung, Aufbau von Beziehungen oder Hobbies finden, wurde der Aktivitätsradius stark eingeschränkt, erläuterte Frau Mauer im Interview. Anders als die meisten Erwachsenen konnten viele Kinder und Jugendliche nach der Pandemie nicht in gewohnte Strukturen zurückkehren und haben daher länger mit den Auswirkungen der Corona-Zeit zu kämpfen. Hinzu kommen Belastungen durch zahlreiche weitere Krisen, Kriege und schlechte Nachrichten.
Kinder und Jugendliche, die psychotherapeutische Unterstützung benötigen, müssen meist lange nach einen Psychotherapieplatz suchen: „Fünf bis sechs Monate Wartezeit für einen Therapieplatz sind eindeutig zu lang“, kritisiert Frau Maur. Die Landespsychotherapeutenkammer Rheinland-Pfalz setzt sich seit Langem für die Schaffung zusätzlicher Psychotherapieplätze ein.
Der Artikel „Corona: So leiden Kinder und Jugendliche“ von Nele Leubner, erschien am 02.04.2025 auf S. 3 der Allgemeinen Zeitung und wird ab dem Wochenende auch online verfügbar sein.